Internet of Things

digitalisierung-top Internet of Things

Was ist das Internet der Dinge?

Das Internet of Things ist Teil der Digitalisierung und betrifft das Machine to Machine Verhältnis

 

Die digitale Transformation erfasst nun nicht mehr nur die Kommunikation von Mensch und Maschine, sondern vernetzt die Maschinen in hohem Maße untereinander. Grundsätzlich handelt es sich bei IoT um einen Sammelbegriff, der alle Technologien zusammenfasst, die für die Vernetzung der Dinge die notwendige Infrastruktur schaffen. Einmal vernetzt, sollen die IoT Devices über Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten. Häufig bezieht sich der Begriff insbesondere auf kleine, eingebettete Computer.

vertical_iot-400x316 Internet of Things

Wie sehen IoT Projekte in der Praxis aus? Einige Anwendungsbeispiele

Mit dem Smart Home haben viele Haushalte bereits den Schritt hin zu IoT gemacht, gerade hier finden sich viele Anwendungsbeispiele. Hierzu gehört zum Beispiel der Kühlschrank, der über eine eigene Internetanbindung verfügt. Über Kameras und Sensoren ist der Kühlschrank darüber informiert, welche Nahrungsmittel vorhanden sind und welche entnommen werden. Er analysiert die Gewohnheiten seiner Nutzer und kann über das Internet Lebensmittel nachbestellen, sobald diese zur Neige gehen. Er kommuniziert dafür mit einem ebenfalls automatisch arbeitenden System eines Händlers, der Onlinebestellungen entgegennimmt. Die bestellte Ware wird dort automatisch losgeschickt. An diesem Vorgang sind Menschen nicht mehr beteiligt, die Systeme und Geräte kommunizieren untereinander. Für den Nutzer ergibt sich der Mehrwert, dass sein Kühlschrank immer voll ist, ohne dass er sich darum kümmern muss.

Die Autohersteller sind ebenfalls dazu übergegangen, ihre Produkte und damit ihre Fahrzeuge zu vernetzen. Das ist nicht nur für den privaten Nutzer interessant, der unterwegs Filme auf die Bildschirme im Auto streamen möchte. Flottenbetreiber erhalten Dank IoT einen Überblick über ihre gesamte Fahrzeugflotte in Echtzeit und wissen zu jedem Zeitpunkt, welches Fahrzeug sich wo aufhält. Kommt es zu einem Unfall, teil das Fahrzeug diesen sofort mit und kann gegebenenfalls Hilfe anfordern. Ist die Straße erst einmal vollständig digitalisiert, lässt sich der Verkehr insgesamt besser planen und optimieren. So können zum Beispiel Staus vermieden werden, wenn die Positionsdaten aller Fahrzeuge bekannt sind und ersichtlich ist, wo sich Zusammenballungen ergeben. Autonom fahrende Autos können diese Daten nutzen, um ihre Routen mit anderen Fahrzeugen abzustimmen.

Eine wichtige Rolle spielt das Internet of Things auch für Handwerker oder Bauarbeiter. Werkzeuge sind heute smart und verfügen nicht nur über eine aufwendige Elektronik und Sensorik, sie sind auch mit dem Internet verbunden. Der Unternehmer weiß stets, wo sich welches Werkzeug befindet und ob es gerade eingesetzt wird und kann sich Daten anzeigen lassen wie etwa den Abnutzungsgrad. Letzteres hilft bei der Planung für die rechtzeitige Beschaffung von Ersatz. Doch auch der Verbrauch von Schrauben und anderen Materialien ist dank IoT besser planbar.

Viele wichtige Anwendungen ergeben sich auch in der Industrie. Automatisch arbeitende Maschinen werden hier schon seit vielen Jahrzehnten eingesetzt. Im Internet der Dinge sind die Maschinen wie etwa Roboter an einem Fließband oder in einer Lagerhalle aber untereinander vernetzt. Jede Maschine weiß, wo sich die anderen Maschinen gerade aufhalten, was deren Arbeitsstatus ist und können sich so untereinander organisieren und die Arbeit besser aufteilen. Menschliche Arbeitskräfte für die Kontrolle und Koordination werden häufig nicht mehr oder nur noch in geringem Maße benötigt. Das Wegfallen der menschlichen Koordination bringt häufig eine Optimierung von Prozessen und erhebliche Effizienzgewinne mit sich.

Erwähnenswert ist weiterhin die Anwendung in der Gesundheitsindustrie. Nicht nur Fitnesstracker weisen eine Verbindung zum Internet auf. Ärzte können ihren Patienten Geräte mitgeben, die laufend einen Datenstrom zum Beispiel ins Krankenhaus herstellen. So lassen sich die Patienten und deren körperlicher Zustand in Echtzeit überwachen. Das Betreuungsverhältnis zwischen Arzt und Patient lässt sich damit neu gestalten und verbessern. So können zum Beispiel Blutwerte oder die körperlichen Aktivitätsmuster viel umfassender und schneller ausgewertet werden, als das vor dem IoT möglich war. Privatnutzer können ihre Fitnessdaten an Server im Internet übertragen, wo eine Auswertung stattfindet und Verbesserungsmöglichkeiten für den eigenen Trainingsplan vorgeschlagen werden.

iot-wide Internet of Things
internet-of-things-wide Internet of Things

Welche grundsätzlichen Vorteile bieten IoT Systems?

Aus Sicht der Unternehmen ergeben sich aus dem Internet of Things eine ganze Reihe von Vorteilen, zu denen insbesondere eine deutlich engere Bindung zum Kunden gehört. Wer in der Vergangenheit zum Beispiel Maschinen verkauf hat, stellte diese beim Kunden auf und verlor dann erst einmal den Kontakt dazu. Lediglich dann, wenn Mitarbeiter für Reparaturen oder Wartungen zum Kunden geschickt wurden oder wenn defekte Geräte eingesendet oder Bewertungsbögen zurückschickt wurden, bekam das Unternehmen weitere Informationen. Das verändert sich mit dem Internet of Things grundlegend. Das Unternehmen stellt dauerhaft eine Datenanbindung zu den Geräten und Maschinen her und erhält umfassende Informationen darüber, wie diese genutzt werden. Dadurch kann eine intensive Kundenbindung realisiert werden und das Unternehmen kann viel schneller und flexibler auf Wünsche und veränderte Anforderungen reagieren. Wartungsaufgaben werden dadurch entscheidend erleichtert und können viel kostengünstiger vorgenommen werden. Zudem erhält das Unternehmen einen wertvollen Schatz an Daten, der zum Beispiel durch die Marketingabteilung verwertet werden kann. Diese enge Vernetzung zum Kunden ist einer der entscheidenden Vorteile des Internets der Dinge.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht in der Schaffung neuer Geschäftsmodelle und der Entwicklung neuer Produkte und Systeme. Autonom arbeitende Haushaltsgeräte und Maschinen in Fabriken sind häufig erst dann sinnvoll realisierbar, wenn sie an den Datenstrom über das Internet angeschlossen sind und laufend überwacht werden können. Das Internet of Things erhöht hier die Sicherheit, da das Unternehmen seine Systeme umfassend kontrollieren und überwachen kann. IoT erlaubt die Entwicklung von Produkten, die wirklich smart sind und im Hintergrund arbeiten, ohne dass der Nutzer überhaupt etwas davon mitbekommt. So lassen sich Produkte entwickeln, die allgemein auf eine Verbessrung der Lebensqualität abzielen.

Die Technologie bietet auch wesentliche Vorzüge in Hinblick auf Big Data. Da IoT praktisch alle Dinge des täglichen Lebens in smarte Objekte verwandelt, können Unternehmen Datenströme aus unzähligen neuen Quellen erhalten und für sich nutzen. Wer entsprechende Analyse-Tools einsetzt, erhält mit den IoT-Geräten also einen großen zusätzlichen Datenstrom, der für die Analyse des Kundenverhaltens genutzt werden kann. Big Data und IoT gehören damit untrennbar zusammen, denn nur mit starken Analysewerkzeugen ist es überhaupt möglich, die Datenmengen statistisch zu bewältigen und sinnvoll auszuwerten. Unternehmen, die bereits im Bereich der Datenanalyse ihr Geld verdienen, bieten sich dank des Internets der Dinge vielfältige neue Chancen.

Welche Herausforderungen ergeben sich aus dem Internet of Things?

Wie jede andere Technologie auch bringt das Internet of Things nicht nur Chancen mit sich, es gilt auch die Risiken zu betrachten. Hier sind vor allem die immensen Datenmengen zu nennen, die übertragen und gespeichert werden müssen. Die Datenmengen müssen nicht nur übertragungstechnisch bewältigt werden, es muss auch für ein ausreichend hohes Maß an Sicherheit und Datenschutz gesorgt werden. Hackern darf es nicht erlaubt werden, den Datenstrom abzugreifen.

Die Schaffung von Vertrauen ist eine weitere wichtige Herausforderung im Zusammenhang mit IoT. Viele Verbraucher und Kunden trauen Technologien vielleicht noch nicht hinreichend, die laufend sensible Daten erfassen und über das Internet übertragen. Hier gilt es auch das Instrument des Marketings einzusetzen, um noch nicht ausreichend vorhandenes Vertrauen herzustellen und die Zielgruppe an die neue Technologie heranzuführen.

X